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Einigkeit und Recht und Vielfalt. Projekttag zur Fußball-WM 2026

Ein starkes Zeichen für Vielfalt und gegen Ausgrenzung: Im Rahmen unserer Initiative „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ stand die Maristenschule am vergangenen Projekttag ganz im Zeichen der Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Das große, gemeinsame Ziel über alle Jahrgangsstufen hinweg war es, sich intensiv mit Rassismus im Sport auseinanderzusetzen, kritische Fragen zu stellen und gemeinsam Wege zu finden, wie wir Diskriminierung im Alltag aktiv begegnen können.



In den Klassenräumen wurde das aktuelle WM-Team dafür aus ganz unterschiedlichen, stufengerechten Blickwinkeln unter die Lupe genommen. Während die Jüngsten aus den Jahrgängen 5/6 die vielfältigen familiären Wurzeln der Nationalspieler analysierten und diese Vielfalt im modernen Kader als ganz normale, unschlagbare Stärke entdeckten, ging es in den Stufen 7/8 bereits tiefer in die Begriffsklärung. Anhand von konkreten Fallbeispielen aus dem Sport erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler hier den sensiblen Unterschied zwischen Stereotypen, Vorurteilen, Rassismus, Alltagsrassismus, Diskriminierung und Zivilcourage. Die ältesten Schüler aus den Jahrgängen 9/10 stiegen schließlich mit der Dokumentation „Einigkeit und Recht und Vielfalt“ in eine tiefe Gesellschaftsanalyse ein und untersuchten gezielt das Problem von Rassismus im Sport. Sie beleuchteten das enorme Potenzial von Vorbildern im Nationaltrikot, setzten sich aber auch kritisch mit den nach wie vor bestehenden Hürden und dem Prinzip der „bedingten Akzeptanz“ auseinander, bei der gesellschaftliche Anerkennung im Sport oft an permanenten Erfolg gekoppelt ist.


Das Highlight: Unsere eigene „Tribüne“ auf dem Sportplatz


Das absolute Herzstück des Projekttages war das gemeinsame Endprodukt, das am Ende des Tages unter freiem Himmel auf dem Sportplatz zusammengefügt wurde: Unsere eigene Stadion-Tribüne der Vielfalt!

Angelehnt an die kreative Fankultur zur WM entwarfen die Jugendlichen aller Stufen meterlange, farbenfrohe Ultra-Banner, kreative Fan-Choreografien und bunte Werbebanden. Statt kommerzieller Werbung trugen diese Kunstwerke unsere gemeinsamen Werte und Botschaften an das WM-Team wie „Rote Karte für Rassismus!“, „Rassismus führt uns nicht zum Sieg“ oder „Color is not a crime“. Als alle Klassen ihre Arbeiten auf dem Sportplatz zu einer großen, symbolischen Stadionkurve zusammenlegten, wurde für alle sichtbar: Wenn es um Respekt, Menschenwürde und echten Zusammenhalt geht, stehen wir an unserer Schule alle geschlossen in einer Kurve und feuern gemeinsam ein buntes Deutschland an!

 
 
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